News-Ticker

Infrarotfotografie

Der erste Schritt ist aus meiner Sicht, sich erst einmal theoretisch mit dem Thema Infrarotfotografie auseinander zu setzen, um zu erfahren, was und wie man es eigentlich will und vor allem wie man es macht. Welche Technik ist notwendig, brauche ich bestimmte Filter, welcher Kostenfaktor kommt auf mich zu ... und so weiter.

Ich bin eher zufällig auf den Gedanken gekommen, mich intensiver mit Infrarot-fotografie auseinander zu setzen. Auf der Suche nach interessanten Internetseiten die sich mit dem Thema Fotografie beschaftigen, bin ich auf die Internetseite von Klaus Mangold (www.eye.de) gestossen, der sich sehr intensiv mit diesem Thema auseinander setzt und wohl auch eines der wenigen deutschsprachigen Bücher zum Thema Infrarotfotografie veröffentlicht hat. Natürlich habe ich mir es zwischenzeitlich als Buch  gekauft, gelesen und alle weiteren Schritte für mich beschlossen.

850nm bearbeitet mit PS

Nun habe ich meine Nikon D300s zum Umbau in eine undefinierte Version zu Herrn Maccario (Optic Makario) nach Mönchengladbach geschickt. Diese Entscheidung ist ja auch (fast) unumkehrbar, da die Kamera für den normalen Gebrauch ja nur noch eingeschränkt nutzbar ist und vom finanziellen Aufwand ja auch nicht gerade ein Pappenstiel ist.

Umbau der Kamera, Anschaffung der Filter und evtl. auch entsprechender Objektive sind schon ein enormer Aufwand.

Da ich in Zukunft die Kamera ausschließlich für die Infrarotfotografie bzw. auch zur Fotografie ohne IR- Filter nutzen möchte, welches sehr interessante Bilder gibt, habe ich mir meine Kamera in eine undefinierte Version umbauen lassen.

  • undefinierte Version: der Sperrfilter/ Tiefpassfilter wird in der Kamera entfernt und durch ein besonderen hochauflösenden Klarglasfilter ersetzt. Somit kann die Kamera Bilder aufnehmen in einem Bereich von ca. 330-1100nm (mit Sperrfilter sind es ca. 350-700nm). Für die Infrarotfotografie werden dann entsprechende IR- Filter auf das Objektiv geschraubt. Es ist auch möglich, diese umgebauten Kameras für die „normale“ Fotografie zu verwenden. Hierzu muss ein so genannter Neutralisationsfilter aufgeschraubt werden. Dieser hat eine leicht grünliche Farbe – schaust Du in Deine DSLR bei hoch-geklappten Spiegel siehst Du ihn. Der Vorteil aus meiner Sicht besteht bei dieser Form des Umbau im universellen Einsatz mit unterschiedlichen IR- Filtern und soweit man dies möchte, auch zum Einsatz als „normale“ Kamera. Der Nachteil besteht darin, dass ich den Kamerasucher nicht mehr verwenden kann, wenn ich einen IR- Filter aufgeschraubt habe. Es gibt aber auch hier 2 Lösungen.
  1. das Motiv auswählen, Einstellungen vornehmen und Filter aufschrauben oder
  2. Live View benutzen – meine Wahl
  • neudefinierte Version: hier wird der Sperrfilter/ Tiefpassfilter in der Kamera entfernt und durch ein IR- Filter in dem gewünschten nm-Bereich (z.B. 550nm, 600nm, 700nm, 830nm oder andere) ersetzt. Der Autofokus wird neu auf diesen Filter kalibriert. Somit besteht die Möglichkeit im entsprechenden nm- Bereich zu fotografieren. Da sich die Wellenlängen (nm) der Filter nicht addieren, kann man z.B. auch an eine neudefinierte 630nm Kamera einen 700nm IR- Filter schrauben und erhält eine 700nm IR- Kamera. Der Vorteil besteht aus meiner Sicht in der Handhabung der IR- Kamera – man fotografiert wie mit einer nicht umgebauten Kamera, der Kamerasucher ist frei und normal verwendbar. Der Nachteil besteht wohl im fest verbauten IR- Filter und somit auf die Festlegung auf eine bestimmte Wellenlänge, welche eben nur nach oben veränderbar ist (s.o.)

Ich hoffe ich habe jetzt hier alles richtig erklärt, wenn nicht einfach melden.

2 Kommentare zu Infrarotfotografie

  1. Hervorragender Beitrag und einen wirklich schönen Blog hast du hier! Ich werde sicherlich öfter mal vorbeischauen! 🙂

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